Wie berühre ich

Voraussetzung, damit Berührung und Nähe eine angestrebte Veränderung bewirken können, sind Präsenz, Klarheit und Anteilnahme - und ganz zentral; ich nähre über die therapeutische Berührung nichts für mich selber und ich überflute KlientInnen nicht mit Berührung, sondern nehme deren Impulse und das auf, was er-lebt werden will.

• Massieren - Sanfte, langsame Streich- und Haltemassagen, des ganzen Körpers oder Teilkörper, mit und ohne Öl, Wohl-, ganzheitliche-(Sexualtherapeutische) und Tao-Massage

• Berührungstraining – Nähe/Distanz, Ja/Nein, langsames Entfalten von Nähe und Berührung
Nachnähren/re-parenting - Erfahrungen die für das Kind, das Sie einst waren,  wichtig gewesen wären, werden in diesem Settig erfahrbar gemacht.
• Sensate Focus/Körperwahrnehmungs-Schulung – das A und O von Beziehung (auch zu sich selber) und Sexualität
• Umarmen - Liebevolle mütterliche bzw. freundschaftliche Umarmungen
• Körperwärme - Menschen dürfen sich an mich anlehnen und meine Arme um sich legen, so wie sie es im Moment brauchen
• Nähe - Ich lege mich still und unspektakulär zu jemandem hin und atme tief und ruhig
• Sexualpädagogisches, verknüpft mit direktem Erleben – oft reicht Theorie nicht, um Inhalte zu verstehen und umsetzen zu können (somatisches Lernen)

Ich setze Berührung auch «Spiegel-Instrument» ein. (Nur das was Sie er-lebt haben, kann sich auch verknüpfen/integrieren)

Berührung kann auch ganz Praktisches einschliessen: Beispielsweise mit einer Frau, oder einem Menschen mit körperlicher Behinderung vor dem Spiegel zu stehen, und sie dabei zu begleiten, ihr Spiegelbild auszuhalten. Es kann heissen, eine Frau mit geistiger Behinderung, auf den Gynäkologen-Besuch vorzubereiten, zu dem ich sie auf Wunsch dann auch begleiten kann.

Wichtig ist die Rollenverteilung: Ich bin die Gebende. Ich empfange keine Berührungen. Berührungen, Massagen und Anleitungen sind in keiner Art und Weise eine versteckte Aufforderung zu erotischen oder sexuellen Interaktionen oder gemeinsamen sexuellen Aktivitäten.
Ausnahme sind natürlich Umarmungen und das Berührungstraining. In diesem Rahmen ist es manchmal sinnvoll, dass ich - in ganz klar definierter Form - Berührungen empfange, die ich sehr bewusst annehme und zurückspiegle.

Ich selber bin natürlich auch ein sexuelles Wesen. Aber ich bin darin geschult, bei mir allfällig auftauchende sexuelle Gefühle wahrzunehmen, anzuerkennen, und dann weg zu legen, weil sie in meiner begleitenden Rolle nicht gelebt werden. Das ist vergleichbar mit Eltern: Auch zur Elternrolle passt es nicht, dass allfällige sexuelle Regungen mit den Kindern geteilt oder gelebt werden.