Was ist körperorientierte (sexual) Therapie

Herkömmliche klinische Sexualtherapie findet meist in Form von Gesprächen und Anleitungen zu Übungen statt. Es gilt strikte «hands off». Körperorientierte Sexualtherapie ist somatisches Lernen – Zusammenhänge werden durch den Körper erfahrbar, denn meiner Erfahrung nach greifen Gespräche oftmals zu wenig tief, um Lernschritte zu ermöglichen, welche Änderungen im Beziehungs- und Sexualverhalten herbeiführen, oder um sexuelle Verletzungen heilen zu können. Aus diesem Grund habe ich meine eigene Form der Sexualtherapie entwickelt; die Körpersexualtherapie, oder eben körperorientierte Therapie. Sie verknüpft Sexual- und Lebensberatung und Theoretisches mit erlebter Körperlichkeit. Meist arbeite ich prozessorientiert, das heisst, ich nehme auf und begleite das, was sich durch den Körper jeweils gerade zeigt.

Sexualität kann meist nicht als etwas für sich Losgelöstes betrachtet werden, und sexuelle «Probleme» sind fast immer Ausdruck von Ängsten, Stress, Konflikten usw. die eigentlich andere Seins-Ebenen betreffen. Indem ich Sie auch auf diese anderen Ebenen begleite, kann das aktivierte System sicherer werden und sich entspannen, so dass auch erfüllte Sexualität möglich wird. Körperorientierte Sexualtherapie ist also immer auch  Lebensberatung!

In der Körpersexualtherapie vereint sich mein ganzes Wissen, meine Erfahrung und meine Intuition, sowie die Anerkennung und Wertschätzung aller Menschen als sexuelle Wesen. Meine Arbeit ist auch geprägt von der Auffassung, dass Sexualität ein Geschenk ist, das wir entwickeln, dem wir Sorge tragen, über das wir uns von Herzen freuen und es mit Leib und Seele geniessen dürfen.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ganz klar darauf hinweisen, dass ich nicht Psychotherapeutin bin, sondern eben klassische Masseurin, Sexualberaterin, Berührerin und Körpertherapeutin. Ich arbeite jedoch gerne und immer öfter auch mit Fachleuten aus Psychiatrie, Psychologie und Medizin zusammen, denn meine Körperarbeit kann eine gute Ergänzung zu gesprächsorientierten Therapien sein, beispielsweise bei Missbrauchsthemen, Defiziten in der psychosexuellen Entwicklung oder bei Berührungsängsten.