In eigener Sache

Ich freue mich, hier mein 100 -Sekunden -Video vorzustellen. Es soll Aspekte meiner Arbeit, die sich viele Menschen nicht so richtig vorstellen können, sichtbar machen. 

Nur ganz kurz und sehr zusammengefasst: Körpernähe, Berührung, Zärtlichkeit ist meist verknüpft mit «Liebesbeziehung» oder mit «Kindheit», und fast alle haben wir diesbezüglich wohl eher Mangel als Fülle er-lebt. Oft musste Nähe schon in der Kindheit durch ein bestimmtes Verhalten sozusagen verdient werden, oder Mütter und Väter stillten unbewusst das eigene Bedürfnis nach Nähe über die Kinder, was eine Rollenverschiebung bedeutet, so dass das Kind nicht als solches gesehen, und nicht in seinen Ur-Bedürfnissen abgeholt ist. Später in Liebesbeziehungen oder mit kurzen Abenteuern wiederholt sich dieses unbewusste Drama; Nähe muss «verdient» sein, z.B. durch den Sexakt.

Der Mangel an einfacher, absichtsloser Mutter/Vaternähe hat Auswirkungen auf das Beziehungs- und Sexualverhalten.

So setze ich Körper- und Herzwärme, Berührung und Zärtlichkeit ganz bewusst als kraftvolle therapeutische Werkzeuge ein, so dass Menschen er-fahren können wie es sich anfühlt, wenn sie solches in absichtsloser Weise er-leben. Und was dabei geschieht ist oft sehr berührend: Es ist stärkend, der Platz im Leben, die Daseinsberechtigung wird selbstverständlicher, Menschen werden Handlungsfähiger, Lebensfreudiger, Selbst-sicherer usw.
Es ist ein Nachnähren von etwas grund-legend Vermisstem. Wichtig dabei ist:
• ich nehme mir nichts für mich selber
• ich überschütte nicht, sondern bin dienend
• ich verweigere nicht, sondern bin gebend
• ich bin präsent bei mir selber und beim Klienten, bei der Klientin
• ich nehme das auf, was geschieht, ich spiegle das was gespiegelt sein will

http://www.beraten-und-beruehren.ch/?page_id=974

Viel Freude beim kurzen Video-Spass!

Ein Gedanke zu “In eigener Sache

  1. also ich war dankbar, und zugleich erschrocken als ich den Kurzfilm zum ersten mal gesehen habe. Erschrocken, weil ich genau das sah, was ich suchte und doch nicht wahrhaben wollte – Ich konnte nicht glauben, dass es wirklich jemand gibt, einen Menschen, der bereit ist, erwachsene Menschen, die ein Bedürfnis des „nach-nährens“ haben, dieses Bedürfnis zu stillen od wenigstens es zu versuchen. Nichts für sich selber zu nehmen, nicht zu verweigern, nicht zu überschütten sondern nur soviel zu geben wie gewünscht wird. Ich finde, dass ist eine grosse Kunst und ich denke, man muss selbst sehr genährt sein um das geben zu können.
    Ich war dankbar, dass ich den Film vorher gesehen habe, bevor ich Kontakt hatte mit Frau Santiago und so eine Idee, oder einen Anhaltspunkt bekommen hatte, wie ich beim ersten Treffen vorgehen könnte, weil ich da noch nicht wusste, wie man auf seinen Körper hört.

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